TI-Gateway: Softwarebasierte TI-Anbindung für Kliniken, Medizinische Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen

Planbar, steuerbar und in der Regel vollständig gefördert

Dieser Beitrag gibt eine grundlegende Orientierung zum TI-Gateway für Kliniken, Medizinische Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen.
Er ordnet die regulatorischen Vorgaben, die technische Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein und zeigt auf, welche Bedeutung diese Entwicklung für Organisation, Betrieb und Planung hat.

Ziel ist es, Entscheidern eine Grundlage zu bieten, um die eigene Ausgangssituation einzuordnen und fundierte Entscheidungen über das weitere Vorgehen treffen zu können.


Warum das TI Gateway jetzt relevant ist

Die Telematikinfrastruktur ist ein fester Bestandteil der digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland. Gleichzeitig befindet sich ihre technische Grundlage in einem grundlegenden Wandel. Die gematik entwickelt die TI konsequent weiter und ersetzt schrittweise hardwarebasierte Konnektoren durch softwarebasierte, virtuelle Zugriffstechnologien.

Für Kliniken, Medizinische Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen bedeutet das eine absehbare Zäsur. Viele heute eingesetzte Hardwarekonnektoren erreichen in den kommenden Jahren das Ende ihres Lebenszyklus.
Support, Updatefähigkeit und Ersatzteilverfügbarkeit werden perspektivisch eingeschränkt. Damit steigen Betriebsrisiken, Abhängigkeiten und der organisatorische Aufwand im laufenden Betrieb.

Das TI-Gateway ist der von der gematik vorgesehene softwarebasierte Zugang zur Telematikinfrastruktur und bildet die Grundlage für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung.

 

Verpflichtung und zeitlicher Rahmen

Die Anbindung an die Telematikinfrastruktur ist für Einrichtungen im Gesundheitswesen verpflichtend.

Für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen gilt diese Verpflichtung seit dem 1. Juli 2025.

Kliniken und Medizinische Versorgungszentren sind bereits heute an die TI angebunden und stehen im Rahmen der von der gematik definierten technischen Roadmap vor der schrittweisen Ablösung hardwarebasierter Konnektoren.

Diese werden perspektivisch durch softwarebasierte, virtuelle Zugriffstechnologien ersetzt. Planung, technische Einordnung und Umsetzung erfordern dabei einen realistischen Vorlauf.
Eine zeitnahe Beschäftigung mit dem TI-Gateway ermöglicht eine geordnete Umstellung, vermeidet Zeitdruck und reduziert organisatorische sowie betriebliche Risiken im laufenden Betrieb.

 

Was das TI-Gateway konkret leistet

Das TI-Gateway ersetzt dezentrale hardwarebasierte Konnektoren durch eine zentral betriebene, softwarebasierte Plattform. Die TI-Anbindung wird dadurch steuerbar, wartbar und klar planbar.

Für Organisationen im Gesundheitswesen bedeutet das:
Zentrale und einheitliche TI-Anbindung Kein Betrieb von TI-Hardware in der eigenen Einrichtung Hohe Verfügbarkeit und kontinuierliche Aktualisierung Klare Zuständigkeiten und transparente Betriebsprozesse

Das TI-Gateway reduziert die technische Komplexität nachhaltig!

 

Bedeutung für unterschiedliche Organisationsformen

  • Gesundheitseinrichtungen arbeiten mit sehr unterschiedlichen Strukturen.
  • Kliniken und Verbünde steuern mehrere Standorte, Fachbereiche und IT-Einheiten.
  • Medizinische Versorgungszentren verbinden ambulante Versorgung mit zentraler Administration.
  • Pflegeeinrichtungen arbeiten häufig mit schlanken IT-Ressourcen bei gleichzeitig hoher operativer Belastung.

Das TI-Gateway ist für all diese Organisationsformen geeignet, da es Komplexität zentral abbildet und unabhängig von Größe oder Struktur beherrschbar macht.

 

Steigende Anforderungen an die TI-Anbindung

Mit Anwendungen wie elektronischer Patientenakte, E-Rezept, KIM, TIM und weiteren kommenden TI-Diensten steigen die Anforderungen an Verfügbarkeit, Sicherheit, Aktualität und Integrationsfähigkeit deutlich.

Gefordert sind:

  • Zentrale Updates und klare Versionsstände Mandanten- und Standortfähigkeit Zuverlässiges Monitoring und Protokollierung
  • Stabile Einbindung in klinische, administrative und pflegerische Abläufe

Eine softwarebasierte TI-Plattform bildet diese Anforderungen langfristig besser ab als dezentrale Hardwarelösungen.

 

Förderung und Kosten – ein zentraler Aspekt

Die Umstellung auf softwarebasierte TI-Zugänge ist regulatorisch vorgesehen und wird im Rahmen der bestehenden TI-Finanzierungsregelungen begleitet.

Für Kliniken, Medizinische Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen ist das TI-Gateway vollständig förderfähig.
Die Einführung und der Betrieb erfolgen innerhalb der vorgesehenen TI-Kostenmodelle.

Bei förderkonformer Umsetzung entstehen in der Regel keine zusätzlichen Eigenkosten für Einrichtung und Betrieb.
Das TI-Gateway ist damit kein klassisches Investitionsprojekt, sondern eine planbare Modernisierung innerhalb der bestehenden Finanzierung.

Voraussetzung dafür ist eine saubere Analyse der Ausgangssituation sowie eine strukturierte und förderkonforme Umsetzung.

 

Technische Leistungsmerkmale des TI-Gateways

Das TI-Gateway bündelt alle TI-relevanten Dienste in einer zentralen Plattform:

  • Virtuelle Hochgeschwindigkeitskonnektoren
  • Zugangsdienst zur Telematikinfrastruktur
  • Integration von KIM und TIM
  • Zentrales Monitoring und Logging
  • Mandanten- und Standortverwaltung
  • Reporting und Abrechnung
  • Betrieb in zertifizierten deutschen Rechenzentren

Die TI wird dadurch stabil, transparent und dauerhaft administrierbar.

 

Empfohlenes Vorgehen

Ein geordnetes Vorgehen schafft Planungssicherheit und vermeidet operative Risiken.

Im ersten Schritt erfolgt eine strukturierte Übersicht der bestehenden TI-Umgebung. Dazu gehören eingesetzte Konnektoren, Standorte, Nutzergruppen und Anwendungen.

Darauf aufbauend werden technische und organisatorische Anforderungen eingeordnet und eine Zielarchitektur definiert. Häufig empfiehlt sich eine Pilotierung, gefolgt von einem stufenweisen Rollout.

So entsteht eine kontrollierte Modernisierung ohne Unterbrechung kritischer klinischer, pflegerischer oder administrativer Abläufe.

 

Wie HÄUSLER unterstützt

HÄUSLER begleitet Kliniken, Medizinische Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen ganzheitlich bei der Einführung von TI-Gateway-Lösungen.

  • Analyse der bestehenden TI-Landschaft
  • Technische und organisatorische Einordnung
  • Architekturdesign für TI-Gateway und virtuelle Konnektoren
  • Bereitstellung, Konfiguration und Inbetriebnahme
  • Testbetrieb, Dokumentation und Übergabe
  • Betrieb, Monitoring und laufende Betreuung

Dabei berücksichtigen wir alle angrenzenden technischen Voraussetzungen für eine stabile TI-Anbindung.
Dazu zählen Standortvernetzungen, WAN-Anbindungen, Netzwerk- und WLAN-Strukturen, Security, Routing, Serverinfrastruktur, Verkabelung, Carrier-Services und Datacenter-Anbindungen.

Als integrierter IT- und Telekommunikationspartner reduzieren wir Schnittstellen, Abstimmungsaufwand und Projektrisiken und übernehmen technische Gesamtverantwortung.

 

Nächster Schritt

Für eine erste Einordnung genügt ein kurzes Gespräch von etwa 15 bis 30 Minuten.

In diesem Rahmen wird geklärt:

  • Wie die aktuelle TI-Situation aussieht
  • Ob und wann Handlungsbedarf besteht
  • Wie eine förderkonforme Umsetzung erfolgen kann
  • Welcher zeitliche Rahmen sinnvoll ist

Diese erste Orientierung ist kostenfrei, unverbindlich und dient ausschließlich der strukturierten Einordnung.

 

Fazit

Das TI-Gateway ist eine verbindliche Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur. Mit einem strukturierten Ansatz ist die Umstellung rechtssicher, wirtschaftlich planbar und in der Regel kostenneutral umsetzbar.

Für Kliniken, Medizinische Versorgungszentren und Pflegeeinrichtungen schafft das TI-Gateway eine stabile und zukunftsfähige Grundlage für den digitalen Betrieb im Gesundheitswesen.

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