2G wird abgeschaltet: Welche Bereiche in Unternehmen betroffen sind – und was jetzt zu tun ist

2G Abschaltung

2G wird abgeschaltet – was Unternehmen jetzt wissen und vorbereiten müssen

In vielen Unternehmen laufen heute technische Systeme, die seit Jahren zuverlässig arbeiten – und im Alltag kaum auffallen: Sensoren in Anlagen, Gebäudetechnik, Zähler, Automaten, Trackingmodule oder Maschinenkomponenten.
Was nur wenige bewusst prüfen: Über welchen Mobilfunkstandard kommunizieren diese Geräte eigentlich?

Viele dieser „unsichtbaren Helfer“ nutzen noch 2G, weil es über Jahrzehnte zuverlässig, stabil und flächendeckend verfügbar war.
Jetzt steht dieser Standard vor dem Abschied – und damit rücken Systeme in den Fokus, die sonst nie Anlass zur Aufmerksamkeit geben.

Die deutschen Mobilfunknetzbetreiber stellen den Betrieb von 2G (GSM) in den kommenden Jahren vollständig ein.

Die offiziellen Fahrpläne:

  • Telekom: Abschaltung zum 30.06.2028

  • Vodafone: stufenweise Abschaltung bis 2030

  • Telefónica (o2): Planung angekündigt, Enddatum folgt

Für viele Unternehmen bedeutet dieser Schritt weit mehr als das Ende eines alten Mobilfunkstandards.
2G bildet in zahlreichen technischen Anlagen die Grundlage für Maschinenkommunikation, Telemetrie, Wartung, Sicherheitstechnik und IoT-/M2M-Systeme.
Diese Abhängigkeiten sind häufig nicht vollständig  dokumentiert – und genau deshalb kritisch.

Wo 2G heute noch kritisch ist

In vielen Betrieben laufen über 2G u. a.:

  • Maschinen- und Anlagen-Telemetrie
  • Sensorik in Produktion, Energie und Gebäudetechnik
  • Kassensysteme und Automaten
  • Aufzugnotruf und Alarmsysteme
  • Tracking- und Logistiklösungen
  • ältere Gateways und Embedded-Module

Diese Systeme arbeiten unauffällig – bis sie plötzlich nicht mehr kommunizieren.
Mit der 2G-Abschaltung entstehen:

  • Ausfälle kritischer Geräte
  • Störungen in Produktions- und Logistikprozessen
  • Sicherheits- und Notrufrisiken
  • ungeplante Kosten bei kurzfristigen Umstellungen
  • operative Risiken durch fehlende Transparenz

Unternehmen sind daher gut beraten, jetzt Klarheit zu schaffen, welche Anlagen betroffen sind und welche Alternativen sich eignen.

Technologien nach 2G – welche Optionen sinnvoll sind

Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Nachfolger in Betracht:

  • LTE-M: besonders geeignet für mobile, energieeffiziente IoT-Anwendungen
  • NB-IoT: maximale Gebäudedurchdringung, ideal für stationäre Sensoren
  • 4G/LTE: breite Verfügbarkeit, solide Bandbreite für Terminals und Steuerungen
  • 5G: für industrielle Echtzeit- und Hochlastszenarien
  • LAN, WLAN, Glasfaser, LoRaWAN: sinnvolle Alternativen für stationäre Systeme im Gebäude

Die Auswahl hängt nicht von der Theorie ab, sondern von der Realität Ihrer Anlagen, ihrer Bauart, ihrem Alter, ihren Datenmengen und ihrem Einsatzumfeld.

Was Unternehmen jetzt konkret tun sollten

  1. Bestandsaufnahme durchführen
    Erfassung aller Geräte und Anlagen, die M2M-/IoT-SIMs oder 2G-fähige Modems nutzen.
  2. Kritikalität priorisieren
    Welche Systeme sind sicherheits- oder prozessrelevant? Welche dürfen nicht ausfallen?
  3. Technischen Übergang klären
    Prüfen, ob Geräte per Firmware-Update migriert werden können oder ob ein Modem- bzw. Hardwaretausch nötig ist.
  4. Pilotmigration umsetzen
    Testen im kleinen Rahmen, bevor flächendeckend umgestellt wird.
  5. Rollout planen
    Strukturierte Umstellung nach Standorten, Prioritäten und Abhängigkeiten.
  6. Betrieb absichern
    Monitoring und regelmäßige Funktionsprüfung der neuen Verbindungstechnik etablieren.

Wie HÄUSLER Sie unterstützt

Wir begleiten Unternehmen beim vollständigen Übergang in die Zeit nach 2G:

  • Identifikation aller betroffenen Geräte, Modems und SIM-Karten
  • Technische Bewertung und Auswahl geeigneter Migrationswege
  • Pilotmigration unter realen Bedingungen
  • Austausch, Aktualisierung und Integration der erforderlichen Hardware
  • Inbetriebnahme, Test sowie Dokumentation
  • Betrieb, Monitoring und Lifecycle-Betreuung Ihrer neuen IoT-/M2M-Infrastruktur

Unsere Aufgabe ist es, Ausfälle zu verhindern, technische Klarheit zu schaffen und eine wirtschaftlich sinnvolle Migration zu planen und umzusetzen.

Was wir für den Start benötigen

  • Eine interne Übersicht möglicher 2G-Anwendungen
  • Informationen zu vorhandenen M2M-/IoT-SIM-Verträgen
  • Ansprechpartner aus IT, Produktion, Facility oder Logistik
  • Ein kurzes Abstimmungsgespräch (15–30 Minuten)

Alles Weitere übernimmt HÄUSLER.

Jetzt vorbeugen und Ausfälle verhindern – Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

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